1. Hoch schleudern
Je weniger Wasser in der Wäsche steckt, desto schneller trocknet sie. Die Restfeuchte sinkt laut HEA von etwa 70 % bei 800 U/min auf 50 % bei 1.400 U/min und 44–45 % bei 1.600 U/min. Bei 6 kg Wäsche sind das rund 4,2 statt 2,7 Liter Wasser – also bis zu 1,5 Liter weniger, die verdunsten müssen. co2online und das Umweltbundesamt empfehlen, geeignete Wäsche mit 1.400 oder 1.600 Umdrehungen zu schleudern. Schleudern braucht dabei deutlich weniger Energie als thermisches Trocknen.
Ausnahme: Empfindliche Stücke laut Pflegeetikett schonender behandeln.
2. Kräftig ausschütteln
Ausgeschüttelte Wäsche knittert weniger und lässt Luft besser durch. Das empfehlen sowohl der Industrieverband Körperpflege- und Waschmittel (IKW) als auch Hersteller von Wäscheständern.
3. Mit Abstand aufhängen
Hängen Sie die Stücke nicht dicht an dicht, sondern mit etwas Luft dazwischen und möglichst glatt. Auf einem Flügelwäscheständer heißt das: große Teile außen auf die Flügel, kleine Teile in die Lücken oder auf die Ablage. Beim Clearact Wing gibt es dafür unten eine eigene Ablage.
4. Für Luftbewegung sorgen
Querlüften – also gegenüberliegende Fenster öffnen – transportiert feuchte Luft schnell nach draußen. Stellen Sie den Wäscheständer so, dass die Luft durch die Wäsche strömen kann, nicht längs an ihr vorbei.
5. Luftentfeuchter in schwierigen Räumen
In Räumen, die sich schlecht lüften lassen, halbiert ein Luftentfeuchter laut Stiftung Warentest die Trocknungszeit. Er kostet allerdings Strom – teurer als ein Wärmepumpentrockner, wie die Stiftung Warentest vorrechnet.
6. Im Winter auch mal draußen
Wäsche trocknet auch bei Frost draußen, weil kalte Luft sehr trocken ist – Öko-Test rät, dafür mindestens einen Tag einzuplanen. Knapp über 0 °C bei feuchtem Wetter trocknet dagegen kaum etwas.
7. Pullover abtupfen
Empfindliche Strickwaren können Sie vor dem Trocknen in ein Handtuch rollen und das überschüssige Wasser herausdrücken. Danach liegend trocknen, damit sie sich nicht verziehen (IKW).
8. Heizkörper: ja, aber mit Maß
Das Umweltbundesamt empfiehlt, Handtücher am besten auf dem Heizkörper zu trocknen. Decken Sie Heizkörper aber nicht großflächig ab, sonst verteilt sich die Wärme schlecht im Raum (co2online). Der Wäscheständer gehört vor den Heizkörper, nicht darauf.
Häufige Fragen
Bringt 1.600 statt 1.400 Umdrehungen viel?
Laut HEA sinkt die Restfeuchte von etwa 50 auf 44–45 Prozent. Bei 5 kg Wäsche sind das rund 0,3 Liter weniger Wasser.
Trocknet Wäsche im Winter draußen?
Ja, bei trockenem Frost. Planen Sie mindestens einen Tag ein. Bei feuchtem Wetter knapp über 0 °C trocknet sie kaum.
Darf ich Wäsche auf die Heizung legen?
Einzelne Handtücher ja – das empfiehlt sogar das Umweltbundesamt. Große Mengen sollten den Heizkörper nicht abdecken.
Quellen
- HEA: Energietipps Waschen und Trocknen
- Stromspiegel/co2online: Waschmaschine & Trockner (04.04.2023)
- IKW: Basiswissen Wäschepflege
- Stiftung Warentest: Luftentfeuchter im Test (11.02.2026)
- Öko-Test: Wäsche im Winter drinnen trocknen? (05.02.2025)
- co2online: Heizkosten sparen (22.09.2026)
- Umweltbundesamt: Ratgeber Schimmel im Haus (2014)
Alle Quellen abgerufen am 24.09.2026. Rechtliche Hinweise ersetzen keine Rechtsberatung.


